Die gleiche Kartentechnologie, die 2005 das Lagertor öffnete, öffnet es auch heute noch. Während Betriebsteams in der Zwischenzeit Förderbänder, ERPSysteme und Lagerverwaltungsplattformen modernisiert haben, basiert die Zutrittskontrolle häufig noch auf einer völlig veralteten Technologie. Woran liegt das? Selten mangelt es an Problembewusstsein. Vielmehr wägen Unternehmen Kosten, Zeitaufwand und Betriebsrisiken sorgfältig ab. In einer Anlage, die rund um die Uhr läuft, wirkt eine systemweite Modernisierung weniger wie ein Routineprojekt und mehr wie ein massiver betrieblicher Einschnitt. Der Weg in die Zukunft liegt daher in der kontinuierlichen Modernisierung: Ziel ist es, eine agile Ebene für die Zutrittskontrolle zu schaffen, die sich im Laufe der Zeit an neue Sicherheitsanforderungen, Credentials und Authentifizierungstechnologien anpassen lässt, anstatt das gesamte System auf einen Schlag auszutauschen. Universelle Lesegeräte machen genau das möglich und ersparen Unternehmen einen radikalen Umbruch.
Was moderne Zutrittskontrolle blockiert
Eine herkömmliche Modernisierung der Zutrittskontrolle ist mehr als nur ein Technologiewechsel. Sie erfordert neue Lesegeräte an jeder Tür, neue Credentials für alle Mitarbeitenden und Dienstleister, eine Neukonfiguration der Plattform sowie Installationsarbeiten – und das in Anlagen, die sich keinen Stillstand leisten können. Vor diesem Hintergrund erscheint es oft als die sicherste Entscheidung, vorerst nichts zu unternehmen. Gleichzeitig sehen sich Sicherheitsteams mit einer wachsenden Bedrohungslandschaft und strengeren Compliance-Anforderungen konfrontiert, die zwingend verschlüsselte Credentials erfordern. Da zudem Apple Wallet-Firmenausweise und BLE-Mobile-Credentials zunehmend zum Standard werden, erwarten Nutzer künftig, ihr Smartphone als Ausweis nutzen zu können – zumindest als Alternative, wenn nicht gar als primäres Identifikationsmittel.
ELATEC erläutert im aktuellen Editorial des Fachmagazins Protector, warum universelle, per Firmware aktualisierbare Lesegeräte und ein schrittweiser Modernisierungsansatz gerade für Logistik- und Produktionsstandorte die praktikable Lösung sind.